Der Tennisverein Stolzenau, der Förderverein Freibad Stolzenau und der VfB Stolzenau haben zusammen über 800 Mitglieder und repräsentieren damit einen großen Teil der Stolzenauer Bevölkerung. Traditionell hatten die drei Vereine ihre Mitglieder wieder zum Neujahrsempfang eingeladen, der seit einigen Jahren in rustikaler Art und Weise als Outdoor-Veranstaltung stattfindet. Regenkleidung statt Fönfrisur war daher am vergangenen Sonntag die Devise für die rd. 50 Mitglieder, die an der einstündigen „Winterwanderung“ teilgenommen haben, und, der Wettergott hatte rechtzeitig ein einsehen, kaum nass wurden. Weitere rd. 50 Mitglieder wurden dann zum zweiten (offiziellen) Teil des Empfangs durch die Vorsitzenden Wilfried Falldorf, Peter Rokahr und Karsten Hahn auf der regensicheren Terrasse des Tennisvereins begrüßt. Nicht „höher, schneller, weiter“ galt an diesem Tag für die drei Vereine, die in guter Nachbarschaft durch die Umgehungsstraße vom Ortsbereich getrennt sind. Stabilisieren der Teilnehmerzahl auf gutem Niveau in bewährter Form, hieß das Ziel. Das wurde erreicht, bei den Verantwortlichen und den Teilnehmern sah man überall zufriedene Gesichter.

Der Vorsitzende des „gastgebenden“ Tennisvereins sprach in den Eröffnungsworten die besten Wünsche an alle Anwesenden für 2019 aus. Er begrüßte den ehrenamtlichen Bürgermeister der Gemeinde Stolzenau, Friedhelm Siemann, und drei Ratsherren. In seiner Ansprache gab Falldorf einige Informationen zum Tennisverein und der Tennisanlage. Insbesondere wies er auch darauf hin, dass der Tennisverein in diesem Jahr 70 Jahre besteht und das dieser Geburtstag im Sommer noch gebührend gefeiert wird.

Rokahr nutzte die Möglichkeit, sich vor der großen Zuhörerschaft bei den Mitgliedern des Fördervereins für die vielen ehrenamtlichen Arbeitseinsätze im Schwimmbad zu bedanken. Zu einem Hinweis auf die kritische Personalsituation im Vorstand und das Fortbestehen des jetzt 15 Jahre bestehenden Fördervereins ließ sich der Vorsitzende, da genügend darüber berichtet wurde, in seiner Ansprache nicht hinreißen.

In seinen Grußworten bedankte sich Hahn als „Dritter im Bunde“ beim Tennisverein für die Möglichkeit, den Abschluss des Neujahrsempfangs auf der schönen Tennisanlage durchzuführen. Es ist eine Gelegenheit, einem breiten Publikum zu zeigen, wie schön diese Anlage auch im Winter aussieht. Wie seit einigen Jahren ehrte der VfB während des Neujahrsempfangs den bzw. die Sportler des Jahres. Dieses Mal wurden die Trainer der Jugendfußballmannschaften ausgezeichnet, ein gesonderter Bericht folgt.

Hahn ging in seinen Grußworten auf die Weihnachtsgrußbotschaft der (Samt)Gemeinde eine. Hier bedanken sich die Verantwortlichen zwar für die ehrenamtlich geleistete Arbeit, fordern aber gleichzeitig „wir werden dieses Engagement auch weiterhin brauchen und freuen uns über jede Hilfe und Unterstützung“. Das soll auch weiterhin so sein, verspricht Hahn, mahnt aber gleichzeitig ein besseres Zusammenwirken zwischen den Vereinen und der Verwaltung der (Samt)Gemeinde an. Denn es gehören bei den Besitzverhältnissen der Sportanlagen bzw. des Freibades zwei Seiten dazu um erfolgreich zu sein.

Weiterhin kann es der VfB-Vorsitzende nicht verstehen, dass bei allen schönen Worten an die Ehrenamtlichen in der Gemeinde Stolzenau, es die Gemeinde noch nicht geschafft hat, die vor ca. zweieinhalb Jahren durch eine Arbeitsgruppe im Rahmen von „Stolzenau packt an“ erarbeitet „Richtlinie der Gemeinde Stolzenau zur Ehrung von Ehrenamtlichen“ mit Leben zu erfüllen. Nach dem leider erst vor ca. einem Jahr erfolgten Beschluss des Gemeinderates ist es der Verwaltung bis heute nicht gelungen, dem Rat die notwendigen Personen für die Besetzung des Entscheidungsgremiums zur Ernennung vorzuschlagen. Hier ist wiederholt die Chance vertan, den Worten Taten folgen zu lassen und es den Nachbargemeinden gleichzutun und Ehrenamtliche auszuzeichnen, die sich ums Gemeinwohl besonders verdient gemacht haben.

Bürgermeister Siemann ging in seinen Grußworten direkt auf seine Vorredner ein. Ein wenig überrascht über die kritischen Worte stellte er heraus, dass seitens der ebenfalls ehrenamtlich arbeitenden Politiker jederzeit ein „offenes Ohr“ vorhanden ist, um Probleme möglichst zufriedenstellend zu lösen. Siemann überbringt Grüße des Gemeindedirektors Beckmeyer und vom Gemeinderat. Er lobt die Durchführung dieser Veranstaltung in lockerer „Stehempfang“-Atmosphäre und wünscht sich, dass auch im nächsten Jahr der Förderverein noch besteht und beim Empfang dabei ist und vielleicht auch weitere Stolzenauer Vereine. Er bedankt sich bei den drei Vereinen für die viele ehrenamtlich geleistete Arbeit, die weiterhin wichtig sein wird, da auch der 2019er Haushalt der Gemeinde Stolzenau wieder ein hohes Defizit in Höhe von rd. 1,5 Mio. Euro ausweisen wird. Sogenannte Freiwillige Leistungen der Gemeinde werden immer unwahrscheinlicher zu leisten sein, daher kommt der ehrenamtlichen Arbeit ein immer höherer Stellenwert zu.

Trotz dieser nicht gerade positiven Aussichten, ließen sich die Teilnehmer die Stimmung nicht trüben und standen noch lange Zeit gemütlich bei Glühwein, Punsch und Bratwurst zu intensiven Gesprächen zusammen.

Die diesjährigen Mitgliederversammlungen der drei Vereine finden wie folgt statt:

  • Förderverein Freibad am 21. Februar um 19.00 Uhr im „Burgmannshof“
  • VfB am 7. März um 19.30 Uhr im „Hotel zur Post“
  • Tennisverein am 21. März um 19.30 Uhr im Vereinsheim

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